Kyoto-Protokoll
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1997 wurde dieses Protokoll auf einer Konferenz in Kyoto von den Vereinten Nationen beschlossen und ist das wichtigste der globalen Umweltabkommen. Vorraussetzung für das in Kraft treten war, dass sich mindestens 55 Staaten beteiligen, die 55% des CO2 Ausstoßes im Jahre 1990 verursachten. Island trat 2002 als 55 Staat bei, allerdings konnte es erst in Kraft treten, nachdem Putin das Protokoll erst nach langem zögern im Herbst 2004 unterzeichnete. Der größte CO2-Produzent, die USA, weigern sich weiterhin das Protokoll zu unterzeichnen, genauso Australien, Kroatien und das Fürstentum Monaco. |
Das am 16. Februar 2005 in Kraft getretene und im Jahr 2012 auslaufende
Abkommen hat als Ziel den Klimaschutz und die Reduzierung von Treibhaus-
gasen, die für die globale Erwärmung verantwortlich sind. 141 Staaten haben
sich dazu verpflichtet die Treibhausgase zu reduzieren, dabei sind die Vor-
gaben für die teilnehmenden Länder, je nach wirtschaftlicher Entwicklung,
unterschiedlich.
In den größten Industriestaaten soll der Ausstoß von Kohlendioxid bis 2012
gegenüber dem Stand von 1990 um 5,2 % gesenkt werden. Die EU will ihre
Emissionen bis dahin sogar um 8% reduzieren, wohingegen Russland und die
Ukraine sich dazu verpflichtet haben, die Rate des CO2-Ausstoßes von 1990
nicht zu überschreiten. Deutschland will seine Emissionen gegenüber 1990
sogar bis 2012 um 21% reduzieren und ist mit einer bisherigen Reduktion
von 19% auch auf einem guten Weg dahin.
Umsetzung
wirtschaft
werden.
schädigen, sollen gefördert werden.
umweltverträgliche Technologien sollen vermehrt genutzt und entwickelt
werden.
sonstige Anreize, die in den Treibhausgas erzeugenden Sektoren vorhanden
sind, sollen nach und nach abgeschafft werden um diesen Sektor zu bremsen.
schrauben, soll ermutigt werden.
verringert werden.
Die Kyoto-Mechanismen
Es gibt drei flexible Mechanismen, die dabei helfen sollen, die Ziele von
Kyoto zu erreichen.
Emissionshandel
Die Länder können Emissionsrechte kaufen und verkaufen. Wenn der CO2
Ausstoß bspw. eine vorgegebene Grenze überschreitet, die festgelegt
wurde, muss dieses Land Emissionsrechte kaufen oder hat ansonsten
mit Geldstrafen zu rechnen. Wenn ein Land also eine gewisse Emissions-
grenze überschreitet, muss es dafür finanziell aufkommen. Somit ist
ein Anreiz gegeben die vorgegebene Grenzwerte nicht zu überschreiten.
Clean Development Mechanism:
Die Industriestaaten helfen den Entwicklungsländern mit Projekten die
Treibhausgase dort zu reduzieren und bekommen dafür anrechenbare
Reduktionszertifikate.
Joint Implementation
Ein Industrieland arbeitet mit einerm Entwicklungsland zusammen und
reduziert dort durch neue Technologien den Treibhausgasausstoß. Dem
Investorland wird diese Emissionsminderung gutgeschrieben und das
Entwicklungsland profitiert durch die neuen Technologien. Für die
Industriestaaten ist es meistens billiger, die Emissionen in einem
Entwicklungsland zu reduzieren und dort die Emissionsrechte zu
kaufen, als die eigenen zu reduzieren. Dieser Punkt weist aber auch
eine gewisse Problematik auf, da sich die Industriestaaten so ihre
Emissionsrechte in Entwicklungsländern „erkaufen“ anstatt selber in
umweltfreundliche Technologien zu investieren.
Umweltschützer fordern Nachbesserung am Klimaschutz Programm.
Das Protokoll läuft im Jahre 2012, der Klimawandel hört damit jedoch
nicht auf, sondern wird vermutlich nur gebremst. Aus Sicht des Klima-
schutzes sind die Reduktionsverpflichtungen dazu noch unzureichend.
Derzeit wird aber schon über die Zukunft des Klimaschutzes diskutiert.